Glückserlegung

Ich nehme mir etwas vor, freue mich auf etwas und dann klappt es nicht, ich werde ständig unterbrochen, werde wütend, bin unzufrieden mit mir und der Gesamtsituation. Ich nehme mir nichts mehr vor. Alles ist doof und ich versinke langsam in einem faden Sumpf.

Als ich mich dazu durchgerungen habe mit jemanden zu sprechen, habe ich die Person angeschrieben, der ich vertraute, und um eine Empfehlung gebeten. Ich wurde abgewimmelt. Vermutlich unabsichtlich. Dennoch ist alles wieder zum Erliegen gekommen. Ich würde gerne, aber habe nicht die Kraft jemanden zu suchen.

Nächste Woche geht die Uni wieder los. Zu oft habe ich in den letzten Monaten erzählt, dass mich das erste Semester begeistert hat, das zweite war noch in Ordnung und das kommende dritte fühlt sich nur noch wie lästige Arbeit an. Dafür habe ich dann endlich meinen Abschluss. Gerade mal die dreifache Zeit gebraucht. Lediglich die Abschlussarbeit macht mir noch Sorgen. Der Professor, der sich anbot, hat ein passendes Thema vorgeschlagen, aber ich habe mich ein Semester lange nicht gemeldet und habe Angst, dass die Dinge sich geändert haben. Das Verhältnis ist grundsätzlich schwierig. Aber ob ich innerhalb eines Semesters jemand anders finde, ist auch nicht einfacher. Und dann könnte es erst recht zu einer unangenehmen Situation kommen. Dinge, mit denen ich mich nicht beschäftigen möchte.

Früher bin ich nachts wach gelegen und habe über Dinge nachgedacht, mit denen ich mich untertags beschäftigt habe. Zumindest bilde ich mir das ein. Heute liege ich wach und versuche das Leben so weit wie möglich wegzuschieben und verliere mich in Fantasien. Macht über die Elemente ist ein wiederkehrendes Motiv. Ich weiß nicht woher es kommt. Aber über kurz oder lang kommt es immer zu einem Zusammenspiel mit der Gesellschaft.

Ich bin unbefriedigt. Tümple am Abgrund entlang und habe keine Kraft zu rudern.

In den depressiven Phasen kann ich nicht identifizieren was mir gut tut und was nicht. Alles ist schrecklich.

Ein lächerliches Bild mit übergelegtem Text. Motivation ist unbeständig, Disziplin nicht. Ziele setzen. Ziele verfolgen. Nicht in den Tross verfallen. Fragen stellen, in Frage stellen, wenn die Energie hoch ist. Weiterkämpfen, wenn sie es nicht ist. Ich möchte, dass es Frau und Kind gut geht.

Es nervt mich wenn das Kind schreit, mir Dinge wegnimmt, mich vom Schreiben abhält.

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