Dunkelhaft

Manche Nächte sind schwerer als andere.

Voller Kopfschmerzen und Übelkeit versuche ich mich unter der Decke zu verkriechen. Noch Schlaf erhaschen bevor mich der Tag erschlägt. Piep Piep. Gestern ausgemacht ich würde mich mit einer Freundin und ihrem Kind M treffen. Nicht wissend, dass ich erst um vier ins Bett komme und schlecht schlafe. Die Krankheit, die ich seit einer Woche verschleppe. Der Rauch, der mir den Rest gegeben hat. Sie holen mich am Nachmittag ab. Ich habe Zeit mich zurechnungsfähig zu bekommen. Eine Tablette, viel Wasser und etwas Brot. Bevor ich mich übergebe, lege ich mich wieder ins Bett. Auf die Wirkung der Tablette warten.

Wir sind im Park. Die Sonne scheint. M hält sich an meinen Händen fest und erkundet die Umgebung. Ihr brabbeln und glucksen erfüllt mich mit Freude. So unbeschwert. Später sind wir in der Sandkiste. Ich baue eine Elefantenherde. Zwei Kinder kämpfen mit Stöcken. Ich erinnere mich an meine Kindheit und drehe dann mit M noch eine Runde. Wir schicken meiner Freundin ein Foto von M und mir. Bevor wir gehen erfreut sich M an den Geräuschen, die mein Gesicht machen kann.

Mein Körper gibt mir Bescheid, dass die Tabletten aufhören zu wirken. Ich entscheide mich dagegen noch eine zu nehmen. Irgendwo die Hoffnung, dass er sich ohne schneller heilt. Stehe in der Küche und schneide Zwiebel. Das Curry wird viel zu scharf. Während ich es esse, schaue ich Videos über Sprache und Zeit. Meine Gedanken beginnen wieder in alle Richtungen zu schlagen.

Nur ein paar Worte. Ich bekomme Angst. Angst alleine zu sein. Ein Gefühl, dass ich das letzte Mal vor über zehn Jahren hatte.

„Ich bin immer an deiner Seite“

Danke.

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