Rücklockung

Verbittert, reizbar und aggressiv. Ich weiß nicht woher es gekommen ist. Der Stress. Die Unsicherheit. Die geschlossenen Türen. Direkte und indirekte Umwelt. Alter. Irgendwas. Enttäuschungen.

Früher habe ich mich an meiner Gelassenheit erfreut. Lächelnd zusehen, wie die Welt untergeht. Die Hektik rund um mich glitt an mit ab und ich konnte mich auf die Dinge konzentrieren, die mir wichtig waren. Ich bilde mir sogar ein, dass ich besser zurecht kam, desto chaotischer es rund um mich war. Gefühl von Kontrolle über sich selbst. Ruhe durch Sturm. Vielleicht war mir die Gleichgütligkeit irgendwann zuviel, ich glaubte meiner Umwelt etwas zu schulden. Dass mir die Dinge nicht egal sein dürften und ich mich für deren Dinge interessieren müsste. Zu weit reingekippt. Alles zu wichtig genommen. Falsche Lebensphilosophien chameleonisiert. Perönlichkeit bedeutet Mosaik und manchmal muss man etwas rausstemmen. Auch die Metaphern. Die gehen den Bach runter und reißen alles mit.

Das Kind auf dem Arm begann ich zu erzählen. Was ich mir alles erhoffe, erwarte, wünsche. Ich erinnerte mich und blickte nach vorne. Eine Ruhe breitet sich aus. Es ist nicht alles in der Panik des Jetzt. Stabilisert in der Zeit durch die ständige Veränderung, die nur funktioniert, weil etwas besteht, das verändert werden kann.

Mir können Menschen wichtig sein, ohne dass mir wichtig ist was ihnen wichtig ist.

Hallo Gelassenheit.

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