Zeitpause

Sieben Prüfungen in einer Woche. Es wurde mir gesagt, dass dies verrückt sei. Es war nichts besonderes, nichts auf das man stolz sein könnte. Nur am Ende bin ich in einen Art Rausch verfallen, weil ich gemerkt habe, dass ich besser werde, dass mir wenige Stunden reichen, um erfolgreich zu sein. Systeme erforschen und nicht wie vorgegeben nutzen. Vier von sieben Prüfungen als erster verlassen. Das System erwartet, dass man hunderte Stunden investiert. Etwas das fast niemand macht. Moral ist sekundär.

Im Moment beschäftigt mich die Frage der Berühmtheit. Ob es das ist, was ich will. Oder ist es nur ein weiteres Ziel, das man sich vorgaukelt, von der Gesellschaft übernommen hat, um Orientierung zu haben und wenn man es erreicht, ist man nicht zufrieden. Anerkennung. Es gibt Menschen, die großartige Dinge tun. Dinge, die ich nicht kann und Dinge, die ich stümperhaft kann. Schreiben. Ich bewundere andere Menschen und prangere mich selbst an, dass ich es nicht öfter mache, dass ich nicht mehr übe, nicht besser werde. Immer wieder die gleichen Dinge. Selbst wenn sich ein eigener Stil herausbildet ist es nichts, wofür man sich an mich erinnern wird. Vielleicht wird es so etwas nie wieder geben. Elite sind wir.

Ständige Angst zu versagen. In allem. Manchmal wird mir bewusst, wie brüchig mein Leben ist und wie stabil im Vergleich zu anderen. Ich. Ein Stocken. Andere Künste erscheinen begehrenswerter. Fähigkeiten. Ich kann Worte zu Sätzen zusammenfügen. In einer Sprache. Ich kann mit Menschen reden. Zuhören. Grundvorrausetzungen zum Leben. Der ständige Blick zu anderen. Vergleiche. Dummes Kind.

Ich schätze das Sein zu wenig. Den Prozess des Werdens. Akzeptiere nicht, dass es das Ziel zwar gibt, aber es mich niemals glücklich machen wird. Utopie. Ich muss mir Zeit nehmen das alles zu verstehen. Mich verstehen. Ein bisschen.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. »Die meisten Menschen, denen ich begegne, sind insgeheim überzeugt, daß sie ein bißchen verrückter sind als der Durchschnitt. Obwohl der einzelne weiß, wieviel Energie er aufbringt, seinen eigenen Schutzschild intakt zu halten, sieht er nicht, welche Energie es den anderen kostet. Er weiß, daß seine eigene Normalität eine Show ist, bei den anderen nimmt er die Rolle für den Menschen.« (Keith Johnstone)

    (war mir gerade so nach)

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