wünschen.txt

Ich hole mir Unterstützung meiner vergangenen Selbst. Dankenswerterweise habe ich mir Anregungen in Form von Textfragmenten überlassen, auf die ich nun zurückgreifen kann.

Wie materialistisch. Dabei geht es nicht um den Schaukelstuhl. Viel mehr geht es um die Idee. Ich verbinde es mit Ruhe und Entspannung. Eine gewisse Wärme. Herbstabend oder Kaminfeuer. Gelassenheit wie man sie von Menschen kennt, die schon vieles erlebt haben. Ich verliere mich oft in meinem eigenen Sog, ziehe mich runter und falle schreiend. Der Schaukelstuhl ist das Gegenteil. Gleichmäßige Bewegung. Gleichmäßiges Atmen. Lächeln.

Tatsächlich materialistisch. Der Computer ist meine Verbindung zu den meisten Menschen, die mir wichtig sind. Zugleich Arbeitsgerät. Freizeitbeschäftigung. Und alles dazwischen. Ich verbringe so viel Zeit mit dem Computer, sodass ich ein zuverlässiges und schnelles Gerät möchte.

In mir lodert immer wieder etwas auf. Ich gebe mir Mühe es klein zu halten. Manchmal schiebe ich es weg, manchmal beschäftige ich mich damit. Die Auslöser sind unterschiedlich.

Menschen und die physische Distanz zu ihnen verfolgt mich seit Jahren. Von Tirol nach Wien. Von Wien nach Paderborn. Und schon zuvor Menschen auf der ganzen Welt. Danke Internet. Ich bin dankbar diese Menschen zu kennen, aber es gibt auch genügend Momente, wo ich mir wünschte sie wären näher. In meinem Kopf sieht das wie ein Dorf aus, wo alle tollen Menschen leben. Komplett unrealistisch.

Ein neuer Wunsch. Ich hatte meist viel Zeit. Dann kam das Kind. Es ist verglichen mit anderen immer noch viel Zeit unverplant. Dennoch fehlt die Lockerheit, die mir eine Woche ohne jeglichen Terminen und Verantwortungen gab.

Quasi ein Schaukelstuhl. Im Alltag Dinge sehen, die ich sonst überlaufe. Kurz innehalten und sich erfreuen. Gelassenheit, Freude, Liebe.

Ein Wunsch, der in Erfüllung gibt und mich jeden Tag glücklich macht.

Manchmal möchte ich nur leben. Ohne Ziel. Aber nicht immer.

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