Sommerlust

Ich habe die Metaphern für mein Leben verloren. Keine Geschichten, die nach außen drängen, keine. Neben mir liegt Werkzeug.

Beim letzten Umzug bin ich mit Kisten in der Ubahn gestanden. Stück für Stück wurde in die neue Wohnung gebracht. Die Möbel wurden von einem VW Bus gebracht. Dieses Mal werde ich nichts großes mitnehmen. Ein paar Bücher, Kleidung, Laptop. Der Rest wird verkauft oder verschenkt. Ich mag den Gedanken. Mich wieder von all den Dingen befreien. Als ich nach Wien gekommen bin, hatte ich lediglich zwei Koffer und einen Rucksack. Aus diesen habe ich die letzten vier Jahre gelebt. Vorgenommen einen Kleiderschrank zu kaufen, aber mir nie die Zeit genommen. Jetzt brauche ich ihn nicht mehr. Drei Säcke Kleidung habe ich schon gespendet, zumindest einer soll noch folgen. Es sind gute Sachen, aber ich ziehe sie nie an. Am liebsten würde ich die zwei Koffer packen, ein paar Dinge in den Rucksack geben und vielleicht noch eine Kiste für Unterlagen und Bücher. Dann die Wohnung verlassen und offen lassen. Soll sich jeder bedienen, der etwas braucht. Doch so wird es nicht funktionieren. Also Fotos machen, online stellen und die Leute sollen vorbeikommen. Ich habe keine Zeit dafür. Irgendwie wird es klappen.

In zwei Wochen sind Prüfungen. Acht Stück habe ich mir vorgenommen. Schaffe ich alle und funkt mir niemand dazwischen, bin ich dann fertig. Sobald ich die letzten drei Arbeiten abgegeben habe.

Sommer ist Aufbruch. Sommer is Neuanfang. Sommer ist Leidenschaft.

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