Runterkommen

Feierabend. Sowas kenne ich nicht. Nicht wirklich. Und sowas ist kein Wort. So was müsste es heißen und es ist mir sowas von egal.

Was will eigentlich die Musik da?

Aufgewühlt. Ich. Man ergötzt sich am Leiden der anderen. In Büchern, in Filmen, im Radio, im Internet. Vergisst sich selbst, bei den anderen ist es immer schlimmer. Unberührt mitfiebernd. Scheißdreck. Ich kann mich noch erinnern, als mir die Tränen nach dem Lesen des Blogbeitrags über die Wangen geronnen sind. Ich trinke keinen Alkohol. Gedanken. Gedanken. Gedanken. Es hört nicht auf. Nicht weil ich es will. Sich zusammenreißen. Sagen sie so einfach. Von außen ist alles einfach. Es sind manchmal winzige Dinge, die zentnerschwer auf einen fallen, zu Boden drücken. Nichteinmal Luft zum schreien.

Es ist alles in Ordnung.

Man wird doch wieder zwischen den Zeilen lesen. Glauben zu verstehen, verstehen, einbilden. Ich werde nicht aufhören. Mit schreiben. Das würde mich umbringen. Höchstens noch weiter flüchten. Irgendwohin, wo mich niemand mehr kennt, wo es keine Möglichkeit mehr gibt irgendwas herauszufinden. Die Technologie ist hier, doch ich habe gehofft ohne ihr auszukommen. Es spielt jetzt auch keine Rolle. Was sich dazwischendrängt. Und irgendwo schreit ein Baby.

Das Netz, das mich hält.

Ich will nicht darüber schreiben, schreibe herum. Die Worte die nur kratzen. Oberflächlich. Ich glaube, dass alle Menschen kaputt sind. Gemessen an der Wunschvorstellung. Es gibt nur welche, die es besser verstecken und andere, die daran scheitern. Man sieht die anderen leuchten und ist es selbst, in den Boden drückend. Zugrunde gehen an den Gedanken. Weil wir sie nicht einfach steuern können. Weil nur so tun. Weil wir nach außen sind, statt zu geben. Frei zu geben, was in uns schlummert. Vielleicht würde dann auch nichts mehr funktionieren.

Kluge Sätze anderer.

Wir sind erst durch das Gegenüber. Weil es uns sieht. Zu dem macht, was es denkt, dass wir sind und wir annehmen. Gar nicht anders können. Verzweifelnd oder ignorant. Das Glucksen des Baches. Musik in keinen Ohren. Der umfallende Baum erzeugt kein Geräusch, da dies per Definition nur existiert, wenn es wahrgenommen wird. Der umfallende Baum. Er erzeugt Schwingungen. Wissenschaft ist die Flucht in das Messbare. Wissenschaft versucht die Welt einfach zu machen, was sie nicht ist. Vom speziellen zum allgemeinen und retour. Die Antwort ist der Durchschnitt und die Wirklichkeit gibt es nicht. Einzelfalle.

Solche Texte sind nicht schön zu lesen.

Ich habe genug Kraft. Bilde mir zumindest ein sie zu haben. Was immer noch kommen möge. Und wenn die Kraft mich lediglich über die Klippen hinausträgt ist sie genug. Die Menschheit ist ein Konstrukt, an dem man sich misst. Wer geht hat verloren. Ich verachte es nicht, doch die die bleiben tun mir weh. Das Netz sorgt für den Effekt. Und seien es nur Ähnlichkeiten. Das Video in der Dauerschleife. Real. Dinge passieren. Wer auch immer das nächste Mal mit einem Psychiater kommt, wird dafür bezahlen. Weil es einfacher ist zu drohen, als zu erklären.

Wie Schall und Rauch.

Freiheit der Autors. Ich kann schon längst nicht mehr frei schreiben. Doch danke ich der Person, dass ich es hier tun kann. Es kann verletzend sein. Sehr. Und ich stehe wieder auf und helfen allen, die mit mir fielen. Weil ich nicht der bin, der davon rennt. Ich bleibe. Während meine Beine festfrieren, werde ich euch halten. Die Zeit ist schon längst da. Sie war es immer. Doch wir sind zu beschäftigt, um uns damit auseinanderzusetzen. Nicht unbedingt etwas schlechtes.

Ich bin da.

Was auch passiert.

Runterkommen.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Sollbruchstellen « REPLY

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.