Kaputte Fetzen

Wer mit wirren Sätzen nichts anfangen kann, soll jetzt bitte wegschauen.

Ich stecke fest. Habe mich selbst gefangen in einem zähflüssigen Sirup aus Gedanken, die so sehr ineinander verworren sind, dass ich es nicht schaffe auch nur einen davon zu Ende zu denken.

Muss man nicht verstehen, weil es nur darum geht einen Teil davon loszuwerden. Müsste man auch nicht veröffentlichen, aber das ist mir egal. Gehört alles dazu. Zum Leben. Und so.

Am Abend ein tolles Gespräch mit einem Freund. Dazu leckeres Essen. Perspektiven für die Zukunft. Nachdem ich heimgekommen bin eine wunderschöne Nachricht von Mia. Am liebsten hätte ich mich zu ihr ins Bett gekuschelt und wäre einfach eingeschlafen. Geht im Moment nicht.

Nationales Fernsehen, Internationale Magazine. Im Moment kann ich mich nicht über fehlende Aufmerksamkeit beschweren. Dann noch das Angebot für eine große Zeitung zu schreiben. Einladung zu Kunstveranstaltungen und Interviewanfragen. Alles supi, alles neu. Fuck.

Ich kann es nicht einmal wirklich definieren, was mein Problem ist. Vielleicht geht es mir zu gut und deshalb reite ich auf Kleinigkeiten herum. Es hat sich mit der Zeit entwickelt. Glaube ich. Immer wieder Moment, wo sich mein Innerstes gesträubt hat, ich aber den Mund nicht aufbekam. Wie soll es so jemand mitbekommen? Reagieren? Scheiße. Ich rege mich über mich selbst auf und das nervt mich am meisten.

Im Moment bin ich wieder kurz davor alles hinzuwerfen. Weil ich mir nicht selbst die Schuld geben will. Weil ich das Gefühl habe nicht geschätzt zu werden. Und weil ich weiß, dass das falsch ist. Man versucht mich zu behalten. Ich muss nur sagen, was ich eigentlich will. Ich muss mich entscheiden.

Ich hasse Entscheidungen. Ich hasse es alleine zu sein. Ich hasse.

Wo ist meine verdammte Leichtigkeit hin mit der ich früher durch mein Leben spaziert bin? Nichts und niemand konnte mir etwas anhaben und selbst das Leiden war schön. Ja, das geht. Doch jetzt scheint alles anstrengend, alles nervt, reibt auf. Mein Kopf tut weh. Ich bin nah dran. Am Aufgeben. Kann nicht mehr. Bemitleide mich selbst und möchte nicht, dass es andere tun. Möchte es schon. Weiß es nicht.

Man muss mich hassen. Für alles, was ich habe und was ich daraus mache. Ich tue es auch.

Tränen.

Ich mache mich kaputt. Weil ich mich kaputt mache. Eine Spirale, die sich immer weiterdreht.

Schlafen. Morgen geht die Sonne wieder auf.
Hoffe ich.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wir sollten wieder tanzen gehen. Gedanken wegtanzen. In einer Auslage, in der uns jeder sehen kann und keiner erkennt.(Ich bekomme nur im Moment keinen Fuß über die Schwelle) Aber das wird. Bei Dir ist es vielleicht schon geworden. Hoffe ich. Wünsch ich Dir. Wenn nicht:
    http://www.youtube.com/watch?v=c3Z96Y6H1Tg
    „Wir sind so wunderbar“

    …verwunderbar

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