Ein Text

Den ersten Satz muss ich schreiben ohne über Nachzudenken. Nur dann trauen sich langsam meine restlichen Gedanken heraus.

Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal für mich geschrieben habe. Die letzten Jahre haben vor allem anderen gehört. Die letzten Jahre habe ich vor allem für andere geschrieben? Produziert?

Die Pandemie. TikTok. Die Pandemie und TikTok haben mir geholfen Dinge über mich selbst zu erfahren. Und dann stocke ich. Die Wörter fließen nicht. Stattdessen die Schere im Kopf. Präsenter als früher. Imaginierte Verlustängste. Muss man nicht diagnostizierte Krankheiten offenlegen? Kann ein pseudonym geführter Blog, in dem man über eben jene Dinge geschrieben hat, gegen einen verwendet werden? Von wem eigentlich? Und warum? Je mehr Reichweite man hat, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass darunter Personen sind, die einem schaden wollen.

Ich studiere wieder. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben eine Vollzeitstelle. Ich habe Angst.

Was für ein zusammenhangsloser Mist. Vielleicht konnte ich nie schreiben. Schreiben kann man nicht. Schreiben ist ein Prozess. Zumindest hier. Es geht darum die Gedanken zu sortieren. Und für das Tagebuch mache ich es nicht. Deshalb muss es hier sein. Vielleicht nochmal von vorne anfangen. Ein neues Pseudonym. Oder auch nicht. Mehr Mut. Veröffentlichen ohne viel Nachzudenken.

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