Dreiundzwanzig

Ich wache in der Regel zweimal auf. Manchmal auch dreimal. Das erste Mal, wenn der Wecker klingelt und Mia aufsteht. Dann döse ich eine halbe Stunde und sie verabschiedet sich. Je nach Müdigkeit schlafe ich dazwischen nochmals. Das nächste Mal ist meist um neun Uhr, wenn ich aufstehe. Ohne Wecker. Free running sleep. Und so. Jedenfalls war das am Donnerstag anders.

Verschlafen blicke ich auf den Wecker. Acht Uhr. Ich muss weggenickt sein. Aber warum hat sie sich nicht verabschiedet? Schlief ich so tief? Habe ich es vergessen? Ich weiß es nicht. Geräusche. Vielleicht will die Katze raus. Kann auch noch etwas warten. Kommt sonst auch erst raus, wenn ich auf bin. Ein scheppern. Ob etwas runtergefallen ist? Vielleicht ist Mia etwas passiert. In der Dusche eingeschlafen? Ich werfe die Decke weg und springe auf, fünf Schritte, dann sehe ich sie in der Küchentüre. Dahinter Kerzen, der Tisch voller Leckereien. Ich schaue sie fragend an. »Ist heute nicht Donnerstag? Musst du nicht arbeiten?« Sie lächelt mich an. »Du hast Geburtstag.« Ich schaue verwirrt. Heute? Ich wusste, dass es irgendwann in den nächsten Tage wäre, aber schon heute? Dann umarme ich sie, küsse sie. Mein Kopf ist noch nicht ganz angekommen, aber ich freue mich. Wahnsinnig.

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