Der Anruf von dir.

All die Funken haben sich wieder zusammengerottet und ein Feuer entfacht. Noch als ich am Schreibtisch saß, schnell den Computer herunterfuhr. Dass ich mitten im Schreiben eines Mails war, spielte keine Rolle. Ich wollte nur noch zu dir.

Eine Ladung kaltes Wasser ins Gesicht. Ja, ich bin wach. Kein Gedanke, welche Schuhe. Die ersten. Draußen merke ich, dass ich die Jacke vergessen habe. Der Schal wird vom Wind herumgewirbelt. Ich gehe schneller, beginne fast zu laufen.

An der Haltestelle dringen wieder deine Worte in den Kopf. Uns treffen. Jetzt sofort. An meine Reaktion kann ich mich nicht mehr erinnern. Vermutlich habe ich genickt.

Im Bus sitzt ein altes Pärchen. Ich will nicht alt werden. Acht Stationen und dann noch ein paar Minuten zu Fuß. Kalte Schauer laufen über meinen Körper, lassen mich zusammenzucken. Meine Lippen in einem Lächeln gefroren.

Du bist noch nicht da. Du warst noch nie pünktlich. Einmal meintest du, dass es nicht an mir läge. Ich habe dir geglaubt. Doch jetzt werde ich ungeduldig. Ich kann nicht mehr warten, ich muss dich sehen.

Hastig tippe ich deine Nummer ein, gespeichert habe ich dich nie. Es klingelt. Einmal. Zweimal. Dreimal. Du hast mich weggedrückt.

(15.01.2008)

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