Baugeschehen

Hin und wieder flüchten. Sich nicht den Gedanken ergeben, sondern weglaufen. Niemanden Bescheid sagen. Keine Rechenschaft ablegen. Nichts. Nur ich und meine Gedanken.

Die Metaphern habe ich verloren und die Farben zeigen sich nur noch selten. Leidenschaft dringt immer wieder durch. Wenn jemand etwas sagt, das mir nicht gefällt. Oder weil mir nach widersprechen ist. Ich bin anstrengend. Für mich und andere. Es darf wehtun. Es darf. Ich darf. Dazwischen Funken der Reibung, die mich lächelnd aufspringen lassen. Die Wärme die entsteht. Ein paar Worte zuviel und alles brennt nieder. Über bleibt Asche. Wieder zu spät das Schwert zurückgenommen. Ich stehe auf, das schwarz läuft vom Gesicht. Blinzelnd in die Sonne gehen. Kleine Bäche, wilde Berge. Ein Sprung. Keine Struktur. Ich huste. Es sind doch nur Worte und sie sind meine. Unantastbar. Tasten. Auf sie einhämmern. Schall. Aber kein Rauch. Der Regen kommt wie er geht. Normalzustand ist was wir so nennen.

Die Liebe bleibt. Sie wächst und verankert sich. Glück reiht sich ein. Zufriedenheit. Alles scheint davon. An manchen Tagen. Oft muss ich lernen damit umzugehen. Nicht den Selbstzweifel heraufbeschwören und sich im Leid suhlen, sondern mich hinzusetzen, zu lächeln und zu sein. Mich daran erfreuen was ist und es größer machen. Das Schreiben verlernt. Aber die Wörter nicht.

Jeder Tag bringt neues. Lernen und nicht vergessen zu sein. Zu zeigen. Bauen. Zwei riesige Konstrukte, die ich versuche hochzuziehen. Sie stützen sich gegenseitig. Ich sitze auf dem Seil dazwischen. In die Ferne blicken, was noch alles möglich ist. Nicht zu weit. Sonst vergesse ich, wo ich bin, was ich mache. Wichtiges und unwichtiges.

Genießen. Die richtigen Entscheidungen und die falschen. Kräftig abbeißen und lachen. Noch immer nicht wissen, woher sie kommen. Die Worte. Jedes schärft deinen Blick. So wenig über sich zu wissen und alles. Dennoch.

Ich.

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