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	<title>Kommentare zu: Textadvent #10</title>
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	<description>Buchstaben zu Worte. Worte zu Sätze. Sätze zu txt.</description>
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		<title>Von: Mia</title>
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		<dc:creator>Mia</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 09:23:37 +0000</pubDate>
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		<description>Und dann, ja dann kam alles anders.

Weiße Bettwäsche.

Weiße Bettwäsche, weiß und halbwegs steril. Wenn, ja wenn der lila Streifen nicht wäre. Schmal und durchdringend. An den Fensterscheiben kratzt der Wind und die Frau neben mir seufzt leise. Manchmal lauter.
Wir wollten spazieren gehen. Fürs Abendessen einkaufen. Vorfreude und Bauchkribbeln.
Schreiben fällt mir schwer, da mein Arm etwas schmerzt. Eine Transfusion tropft langsam aber stetig, Aufstehen ist unmöglich. Wenn ich meinen Arm bewege fließt Blut in den dünnen Schlauch zurück. Der Anblick ist unschön. Sehr unschön. Mir wird wieder übel.
Krankenhausaufenthalt vs. Zweisamkeit.
Weiß und halbwegs steril.
&quot;Wohin soll die Spritze?&quot; Eine Schwester reißt mich aus meinen Gedanken. &quot; Ähm. Welche Möglichkeiten habe ich denn?&quot; &quot;Bauch oder Oberschenkel- machen sie sich bitte frei, ich habe nicht ewig Zeit.&quot;
Die Spritze durchdringt meinen Bauch. Minuten später soll mir davon schlecht werden, aber das weiß ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Lila Streifen werden zu grün. Der Fernseher flackert und mein Magen rebelliert im Takt dazu.
Ich sinke zurück in die Kissen. Falle. Falle zurück. Dankbar. Mein Kissen riecht noch nach dir.
Meine Transfusion tropft schneller. Gluckert.
Mir wird schlecht und die alte Dame neben mir schnarcht. Ich will hier weg. Nur weg. Raus. In mein Bett. Zu Dir. Meine Augen fallen zu. Langsam.
Nach 30min wache ich wieder auf. Ich sehne mich nach dir. Sehr. 
Ich bleibe wach. Im halbwegs sterilen Bett und warte auf den nächsten Tag. Auf den nächsten Tag mit dir.

(Ich danke dir für deine Zeit. Dafür, dass du bei mir warst und ich nicht allein war. Danke.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Und dann, ja dann kam alles anders.</p>
<p>Weiße Bettwäsche.</p>
<p>Weiße Bettwäsche, weiß und halbwegs steril. Wenn, ja wenn der lila Streifen nicht wäre. Schmal und durchdringend. An den Fensterscheiben kratzt der Wind und die Frau neben mir seufzt leise. Manchmal lauter.<br />
Wir wollten spazieren gehen. Fürs Abendessen einkaufen. Vorfreude und Bauchkribbeln.<br />
Schreiben fällt mir schwer, da mein Arm etwas schmerzt. Eine Transfusion tropft langsam aber stetig, Aufstehen ist unmöglich. Wenn ich meinen Arm bewege fließt Blut in den dünnen Schlauch zurück. Der Anblick ist unschön. Sehr unschön. Mir wird wieder übel.<br />
Krankenhausaufenthalt vs. Zweisamkeit.<br />
Weiß und halbwegs steril.<br />
&#8220;Wohin soll die Spritze?&#8221; Eine Schwester reißt mich aus meinen Gedanken. &#8221; Ähm. Welche Möglichkeiten habe ich denn?&#8221; &#8220;Bauch oder Oberschenkel- machen sie sich bitte frei, ich habe nicht ewig Zeit.&#8221;<br />
Die Spritze durchdringt meinen Bauch. Minuten später soll mir davon schlecht werden, aber das weiß ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Lila Streifen werden zu grün. Der Fernseher flackert und mein Magen rebelliert im Takt dazu.<br />
Ich sinke zurück in die Kissen. Falle. Falle zurück. Dankbar. Mein Kissen riecht noch nach dir.<br />
Meine Transfusion tropft schneller. Gluckert.<br />
Mir wird schlecht und die alte Dame neben mir schnarcht. Ich will hier weg. Nur weg. Raus. In mein Bett. Zu Dir. Meine Augen fallen zu. Langsam.<br />
Nach 30min wache ich wieder auf. Ich sehne mich nach dir. Sehr.<br />
Ich bleibe wach. Im halbwegs sterilen Bett und warte auf den nächsten Tag. Auf den nächsten Tag mit dir.</p>
<p>(Ich danke dir für deine Zeit. Dafür, dass du bei mir warst und ich nicht allein war. Danke.)</p>
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