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Archiv für Januar, 2009

Blogbuch

Blogbuch
Mir ist warm. Sitze im Starbucks. Neben mir eine große Tasse Chai-Tea Latte. Das Papier daneben zeugt von einem Muffin. Blaubeeren. Auch wenn er nicht danach geschmeckt hat. Raus aus dem Zimmer. Ein bisschen frische Luft, ein paar Leute um mich haben. Ich will nicht mit ihnen reden. Lediglich beobachten. Das Gefühl nicht allein zu sein.

Ich bin gerne alleine. Tagelang kann ich mich in meinem Zimmer einsperren. Schreiben. Lesen. Einfach nachdenken. Heute ist es nicht gegangen. Beinahe Panik. Raus hier.

Das Leben geht weiter. Eine mehrstündige Besprechung, ein paar aufmunternde Worte. Die Projekte laufen gut, ich verdiene nicht schlecht. Irgendwo noch das Studium. Zwei Prüfungen verschoben. Eine weitere, die auf mich wartet. Nicht alles klappt, wie ich es mir wünsche, wie ich es plane. Wird auch noch gehen. Habe ein paar Gedanken im Kopf. Will nicht mehr vor mich hinlernen ohne Nutzen für mich. Für meine Zukunft. Den Titel brauche ich nicht. Er wird manche Dinge vereinfachen, aber Menschen mit denen ich arbeiten möchte schauen nicht darauf was vor dem Namen steht. Es gibt viele spannende Dinge, die man machen könnte. Untersuchungen. Ich wollte immer Forscher werden. In der Kindheit in Richtung Entdecker und später im Labor. Physik, Chemie, Biologie. Dinge die mich fasziniert haben und es noch immer tun. Die neue Richtung sind Menschen. Kommunikation um genau zu sein. Auswirkungen auf die Gesellschaft und das Individuum. Auch wenn die Professoren letzteres gerne ausblenden. Das eine funktioniert nicht ohne dem anderem und umgekehrt.

Ich brauche Menschen. Eine große Angst und zugleich Faszination. Alleine aufwachen. Alleine in der ganzen Stadt. Nach einer Woche hätte ich keine Lust mehr.

Etwas für meine Mitmenschen tun. War Blutspenden. Wer hat eigentlich gesagt, dass sich das wie ein Tagebuch liest? Die zweite Form von Blogs. Erst Links, dann Tagebuch, dann nur noch eine Möglichkeit online zu publizieren und entscheidet selbst was es ist. Ich liebe es. Also Blogs. Und das schreiben. Es müssen nicht immer Geschichten sein, es muss nicht immer Sinn machen. Einfach ein bisschen auf den Tasten tanzen und am Bildschirm beobachten was herauskommt. Vielleicht kann ich deshalb auch keine Sprachsoftware verwenden. Ich weiß ja nicht was ich schreiben will. Zumindest nicht im Moment. Früher habe ich stundenlang Texte gesprochen. In der Nacht, beim Autofahren, wann immer ich alleine war. Vielleicht war es auch Theater spielen. Der Unterschied ist nicht besonders groß. Aber lieber würde ich ein Drehbuch schreiben. Oder ein Buch. Die Frage ist nur wann ich anfange. Der Rest ist dann egal. Irgendwie geht das schon. Optimist, Idealist und Realist. Manchmal muss ich einfach lächeln.

Das Leben ist ein Netzwerk. Es funktioniert auch dann noch, wenn ein Teil davon kaputt geht.

Interessant würde ich einen Beitrag über das Ich finden. Eine Selbstfindung, wie man es hin und wieder braucht. Wodurch man sich definiert oder auch nicht. Ein bisschen über Ziele schreiben. Wünsche. Träume. Das könnte mir auch für das restliche Leben wieder etwas Energie geben. Immer wieder der Gedanke der Transparenz. Ich bin nicht nur der Konzeptionist, Arbeiter, Planer, Pixel- und Byteschubser sondern auch der Autor. Der Type der im Starbucks sitzt und auf der Tastatur tanzt.

Für jeden Moment

Träne für Träne rinnt über meine Wangen. Der Körper verkrampft sich, schluchzen. Zugeschnürter Hals. Am Bildschirm der Abspann.

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal bei einem Film geweint habe. Irgendwann zwischen zwölf und fünfzehn. Eine halbe Ewigkeit. Nur wenige Momente, die mich emotional so mitgenommen haben, dass ich meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle habe. Zwei Tränen aus Schmerz, als ich mir den Zehen gebrochen habe.

Zart streiche ich über deine Wange. Ich beuge mich hinunter. Meine Lippen berühren die deinen. Ein sanfter Kuss.

Ich wollte frei sein. Habe mich jeglicher Verantwortung entzogen. Nur für mich selbst. Wenn mir etwas geschieht ist es egal. Versucht meinen Eltern jegliche Sorge um mich zu nehmen. Wir sind winzige Geschöpfe irgendwo in den unendlichen Weiten des Universums. Wir haben uns ein funktionierendes System geschaffen. Doch selbst wenn es nicht mehr wäre, würde es keine Rolle spielen. Die Theorie sagt, dass jedes System versucht sich selbst zu erhalten. Ich sah keinen Nutzen. Weder des Einzelnen noch im Ganzen.

Du siehst mir in die Augen. Mein Mund formt ein Lächeln. Mit deinen Armen stützt du dich auf.

Gegenstände sind ersetzbar. Menschen auch, wenn man sie nicht zu nahe an sich heran lässt. Eine Mauer, die ich um mich aufgebaut habe. Kontakte pflegen, aber nicht zu emotional werden. Keine tiefe Verbindung eingehen. Niemand darf so wichtig sein, dass der Verlust mich stürzen lässt.

Deine Hand berührt die meine, hält sie fest.

Mein Leben hat sich verändert. Noch immer brauche ich meine Freiheit. Versuche flexibel zu bleiben und mich nicht zu fixieren. Doch ich wurde Teil des Systems. Habe den Sinn für mich entdeckt. Menschen, die mir etwas bedeuten. Die mich verändert haben. Und plötzlich wird mir klar, wie verletzlich ich geworden bin. Doch ich kämpfe nicht mehr dagegen an.

Meine Arme fahren über deinen Rücken. Wir umarmen uns. Ich flüstere dir etwas ins Ohr.

Schlaffrei

Bumm. Bumm. Bumm. Ich simuliere Disko. In meinem Kopf. Dank Kopfhörern mit tiefen Bässen und voller Lautstärke.

Ich war nie der große Diskogänger. Am Beginn meines Nachtlebens waren es unregelmäßige Events, die mich angezogen haben. Mir gefälschten Ausweiß und Erlaubnis der Eltern. An Freiheit hat es mir nie gemangelt. Erst waren wir nur zu zweit. Der Rest hatte es nicht so einfach nächtelang auszubleiben. Mit der Zeit wurden es mehr. Ich verlor langsam das Interesse. Erst nachdem ich schon fast weggezogen war, begannen wir in meinen Lieblingsclub zu gehen. Weekender. Großartige Nächte. Die Musik lässt sich ein bisschen mit London Underground umschreiben. Aber auch viel Mainstream. Für uns gerade richtig. Manchmal ging es auch in den Club nebenan. Lautere Musik. Hiphop. Ein anderes Publikum. Es war auch lustig, aber ich genoss es immer wieder in unseren Club zurückzukommen.

Die Gedanken aus dem Kopf hämmern. Einem nach dem anderen an die Wand blasen. Bis er verdampft.

In den letzten Tagen fällt es mir schwer zu schlafen. Immer länger werden die Wachphasen. Stunden vergehen bis ich endlich heruntergefahren bin. Unruhiger Schlaf. Dafür lange. Es stört meinen täglichen Rhythmus. Ich trinke weder Kaffee noch nehme ich andere aufputschende Mittel. Ein bisschen frische Luft und Bewegung fehlen mir momentan. Werde ich in den nächsten Tagen nachholen. Raus in den Park, ins nächste Cafe. Nur nicht daheim herumsitzen. Neuen Input, Veränderung. Verdammt ich liebe mein Leben. Und der brüchigste Beitrag seit langem.

Stay away. This is danger. And you biggest chance.

Ich drehe mich rum. Öffne die Augen. Sie haben sich schon längst an die Dunkelheit gewöhnt. Manchmal fährt ein Auto vorbei. Ich folge den Schatten an der Wand. Einfach die Augen schließen und weg sein. Mein Vater konnte sogar im sitzen schlafen. Kann ich auch. Allerdings erst nach zwei durchgemachten Nächten. Jetzt liege ich da und habe keine Lust mehr. Es macht keinen Spaß. Schlaffrei alleine im Bett liegen und die Wand anstarren. Umdrehen. Augen zu. Versuch dreihundertelf.

Und irgendwo scheint die Sonne. Geht sie unter und auf. Nicht hier.

Habe wieder begonnen zu schreiben. Nicht nur kurze Momentaufnahmen. Zwei Geschichten. Ein bisschen länger und doch nur kurz. Immer ich im Mittelpunkt. Immer. Ein paar Blogger, die ich vermisse. Texte in denen man sich verlieren kann. Es gibt auch andere, aber wenn es ums schreiben geht kann man jemanden nicht so einfach ersetzen. Das ist nicht das gleiche. Die Zusammenstellung der Worte. Die Satzzeichen, Absätze und das große Ganze. Das Gefüge aus Texten, das man zusammenfügt. Immer wieder zittert mein ganzer Körper beim lesen. Tief hineintauchen und vergessen Luft zu holen. Bis es vorbei wird. Hoffen dass es weiter geht. Dass da noch etwas kommt. Doch nicht immer tut es das.

Und dann wache ich wieder auf. Es ist schon hell und ich bin zu spät dran.

Krisenheft

Wer nichts besitzt, hat nichts zu verlieren.

Der Gedankengang. Kein Materieller Besitz. Keiner den man benötigt um glücklich zu sein. Sich loslösen von allen Gegenständen. Sehen was möglich ist ohne. Welch Gefühl frei zu sein. Aufhören dem immer mehr nachzueifern. Andere Wege gehen. Den Konsum als eine abzulehnende Religion behandeln. Viel zu oft werden wir dazu verleitet unser Leben darauf auszurichten, zu besitzen. Zu kaufen. Sobald wir etwas unser eigen nennen, liebäugeln wir mit dem nächsten. Würde man gegenüberstellen, was man sich alles leistet, weil man ja hart dafür gearbeitet hat und was man braucht um glücklich zu sein, wir man vor einer riesigen Kluft stehen. Zugleich ruft es den Gedanken wach, dass sparen auch eine Art des Konsums ist. Man verzichtet auf das eine, um das andere zu bekommen. Dinge die man einmal benützt. Uns ein paar Sekunden sparen. Für diesen einen Zweck gemacht sind und nichts anderes können. Geld. Wir bewerten uns anhand des Wohlstands. Was wir besitzen. Besitzen können. Wir machen uns sorgen. Zu verlieren. All das was wir zusammengespart haben, könnte sich von heute auf morgen in nichts auflösen. Wir besitzen Papier mit einem fiktiven Wert. Wir besitzen Immobilien von denen wir glauben, dass sie von dauerhaften Wert sind. Wir kaufen Metall, weil es selten ist. Wir können es herstellen, aber noch ist der Wert nicht groß genug, um den Aufwand zu rechtfertigen. Geld bedeutet Möglichkeit. Doch nur solange das System funktioniert.

Wer nichts zu verlieren hat, besitzt nichts.

Wirklich frei ist nur jener, der sich von denen befreit haben, die einem wichtig sein könnten. Emotionales Kapital. Wer es nicht verleiht, kann es nicht verlieren. Kann nicht enttäuscht werden. Menschen sind vergänglich. Menschen sind viel zu risikofreudig, als dass man in sie investieren würde. Doch man nimmt sie als Freunde. Man investiert seine Nähe. Bindet sich emotional an sie. Sie werden noch wichtiger als Konsumgüter, weil wir sie nicht mal eben kaufen können. Und wenn doch nur solange wir das nötige Kapital besitzen. Die Welten verschmilzen. Man verwendet die gleichen Begriffe. Verliere ich eine wichtige Person, bricht eine Welt zusammen. Habe ich niemanden, der mir wichtig ist, kann ich sie nicht verlieren. Habe ich niemanden, der mir wichtig ist, ist mein Leben nicht viel wert.

Wer vollkommen frei ist, hat verloren.

Wir brauchen das eine und das andere. Manche mehr manche weniger. Wir müssen uns manchmal vor Augen führen, dass wir nicht besitzen können. Wissen, dass wir verlieren können und trotzdem riskieren. Alles daran setzen, dass wir nicht verlieren. Zusammenhalten. Da sein. Investieren. Ausprobieren und versagen. Schöner scheitern. Wann immer wir fallen, haben wir einen möglichen Aufstieg vor uns. Wer loslassen kann, fällt sanfter. Wer festhält fällt vielleicht nicht so tief. Es gibt kein richtig und kein falsch. Es gibt nur uns. Wie wir leben. Wie wir zusammen leben. Nicht nur das eigene Leben, sondern das von allen. Weil wir nicht allein sind.

Nachricht

Meine Hände sind etwas zittrig. Immer wieder tippe ich und lösche dann wieder. Finde keinen Anfang. Auch keinen zweiten Satz. Manchmal kann man schreiben und die ersten Sätze erst am Ende hinzufügen. Heute geht das nicht. Es geht nicht. Ich schaffe es nicht weiter als ein paar Worte zu kommen. Lösche wieder. Ist der erste Punkt gemacht und meine Augen kommen wieder zum Anfang um langsam über den Text zu fahren, klingt er dumm. Nicht passend. Es ist etwas anderes. Kein Brief an eine gute Freundin, kein leeres Kommentar. Ich will etwas ausdrücken. Sagen was ich fühle. Irgendwie.

Es kommen Zweifel auf, ob es überhaupt richtig ist. Die Adresse war da. Ich musste einfach. Hatte schon einmal begonnen. Mehrmals. Wort für Wort aus meinen Finger gesogen. Bis ich verzweifelt aufgab. Wie kann man jemanden schreiben, was man fühlt, wenn man das Gefühl nicht beschreiben kann? Nur ein paar Worte. Ich finde gut was du da machst. Gefällt mir. Die Worte und so. Es klingt ein wenig naiv. Wie ein Kind, das plötzlich einem Held gegenüber steht. Er weiß es nicht. Steht nur da und hört zu. Ein Mensch wie jeder anderer auch. Versteht nicht, was das Kind von ihm will. Nur sagen, dass es so gut ist. Nicht aufhören.

Oft war ich kurz davor jemanden etwas zu schreiben. Ein Ausdruck der Bewunderung. Nicht ganz. Es war etwas anderes. Ich brauche das. Wie eine Droge. Bin süchtig danach. Ich bilde mir ein zu verstehen. Irgendwas verstehe ich. Mich selbst. Den Text für mich. In mir. Nicht in Worte zu fassen. Dabei ist es gerade das, was ich ständig mache. Dinge in Worte fassen, wo es keine gibt. Und was daraus wird kann ich nicht beeinflussen. Irgendwo da draußen. In den Köpfen der anderen. Jener die lesen. Dort entsteht etwas. Etwas neues. Etwas anderes. Großartig.

Und dann ist es fertig. Diese Nachricht, die ich nicht verstehe. Ich schreibe es dazu. Weiß nicht wie ich es sagen soll. Drehe mich im Kreis. Es ist egal. Weiß nicht ob es anderen auch so geht. Spielt auch keine Rolle. Ich musste einfach schreiben. Musste loswerden, dass da irgendetwas in mir ist. Etwas entstanden ist. Aufgewacht. Verändert. Es ist gut so. Dann klicke ich auf senden.

Im Hintergrund (der hund marie).

Traumsalat

Du weiß nicht was zuhause ist. Früher einmal, da war das gar keine Frage. Da hast du auch noch behauptet, dass du niemals von dort weggehen würdest. Immer bei der Familie bleiben. In der Geborgenheit. Und später Geborgenheit geben. Oder so ähnlich. Dann hast du begonnen zu träumen. Und die träume haben nicht in dem kleinem Tal statt gefunden, sondern in großen Städten. Während du alleine auf dem Hügel lagst, die Frühlingssonne auf deinen Körper scheinen hast lassen, flogen deine Gedanken in die Städte. Innsbruck, München, Wien, San Francisco. Nicht immer konntest du beim Namen nennen, was du sahst. Es war eine Kombination aus Erinnerung und Fantasie. Nun lebst du in einer solchen Stadt. Du machst Dinge, an die du nicht geglaubt hättest. Du hast jetzt schon mehr erreicht als du dir vorgenommen hast. Doch nicht alle Träume wurden erfüllt. Dürfen sie auch nicht. Menschen brauchen Dinge, denen sie nacheifern können. Und Erfolge. Große und kleine.

Die Wohnung. Du weißt wie sie aussieht. Im großen und ganzen und einige Details. Aber nicht wo sie sein wird. Groß. In einem der obersten Stockwerke. Möglicherweise mit Dachterasse. Doch so war es nicht immer. Fenster sind wichtig. Eine ganze Wand aus massiven Glas. Der Blick über die Stadt. Auf die Stadt. In die Stadt. Ein großes Sofa. Schwarz oder weiß. Vielleicht auch matt. Der Teppich darunter weich. Am liebsten ziehst du die Socken aus und lässt die feinen Fasern über deine Fußsohle streichen. Darauf ein kleiner Tisch. Metall und Glas. Wie auch die Regale. Chrom oder gebürstet. Das weißt du noch nicht genau. Alles sehr modern, beinahe ein bisschen steril. Du bist nicht oft da. In dieser Wohnung. Obwohl du sie so liebst. Sie dir so gewünscht hast. Und jedes Mal wenn du von einer Reise heimkommst genießt du sie. Die ganze Technik, die unscheinbar in allem schlummert und auf deine Befehle wartet. Die große Küche, wo du stundenlange kochst. Oder dir schnell ein paar Brote schmierst. Das Licht lässt du oft aus. Von draußen scheint es herein. Deine Augen gewöhnen sich schnell an die Dunkelheit. Du machst die Musik an und liegst bewegungslos auf der Liege. Ein kalter Schauer durchfährt dich. Du hast es geschafft. Wieder einmal. Am Ziel eines Traumes. Zeit den nächsten zu beginnen.

Die Arbeit. Frei. Viel Geld. Früher hat das meist sehr eindeutig ausgesehen. Berühmt hat dir gut gefallen. Und dann plauderst du mit den Stars wie es dir gefällt. Und alle bewundern dich. Alles gar nicht so kompliziert. Was du nun genau tun würdest, war dir nie klar. Etwas tolles erfinden. Oder Musik. Einfach zum richtig Zeitpunkt am richtig Ort sein. Du könntest auch jemanden retten. Irgendetwas machen, das sonst niemand macht. Etwas tolles. Wir wollen doch alle etwas besonderes sein. Sind wir auch. Aber jeder anders und manche mehr. Träume ändern sich. Vieles wird komplizierter weil differenzierter. Aus dem einfach machen ist mehr geworden. Du willst verändern. Aber ganz genau weißt du es immer noch nicht. Mit dem berühmt werden klappt es schon langsam. Zumindest auf einer bestimmten Ebene. Gibt dir aber nicht mehr soviel. Wenn man genug von der Luft geschnuppert hat, weiß man dass sie gar nicht so anders riecht und man schnell wieder weg sein kann. Verschwunden aus den Köpfen. Oder erinnerst du dich noch an die Stars vom letzten Jahr? Welchen Weg man geht entscheidet man manchmal erst während des gehens. Kann gut sein. Oder auch nicht. Hin und wieder eine Pause gönnen. Zurückschauen was man schon geschafft hat und nach vorne was man noch will. Es muss Spaß machen. Mit Menschen. Erfolge. Große und kleine. Technik. Ein bisschen Wissenschaft. Schreiben. Vielleicht einfach schreiben. Und mehr.

Die Freunde. Macht man sich über Dinge die da sind Gedanken? Der wichtigste Faktor in deinem Leben. Neben den Eltern. So weit haben sie dich gebracht. Du hast selten von anderen geträumt. Du hattest und hast großartige. Sie haben von dir gelernt und du von ihnen. So unterschiedliche Denkweisen und doch so ähnlich. Andere Welten in die du eingetaucht bist. Bis zum Grund. Du hast dich wohl gefühlt. Es war richtig so. Beinahe keine Fehlgriffe. Du wirst geschätzt. Für was du bist. Für Ehrlichkeit und Andersdenken. Für Wissen und Intelligenz. Für Naivität. Du bist verrückt. Für viele. Auch für manche deine Freunde. Doch ebenso sind sie es. Du kannst dich anpassen. Siehst dir Verhaltensweisen ab und adapdierst sie. Sie werden Teil von dir. An Unveränderlichkeit glaubst du schon lange nicht mehr. Man muss Alternativen in Betracht ziehen. Ein Traum der in Erfüllung ging und den du lebst.

So viel mehr. Es wird andere Nächte geben.

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