23. März 2008 um 14:06 |
Sie steht vor mir, an die Wand gelehnt. Mich frech angrinsend. Ich muss lächeln. Kurz. Dann streckt sie ihre Hand aus, nimmt die meine und zieht mich an sich. Ich spüre ihren Atem. Sanft und gleichmäßig.
Mittags bin ich mit dem Zug angekommen. Erst wahllos durch die Stadt gegangen. Die Altstadt angeschaut, am Fluss entlang geschlendert, um mich dann auf eine Brücke zu setzen. Von irgendeinem berühmten Architekten. Metall und Holz, nur für Fußgänger. Eine Bank auf jeder Seite. Genau in der Mitte. Unter mir wälzen sich behäbig die Wassermassen durch. Tiefblau. Mein Blick schweift in die Ferne. Am Horizont verschwindet der winzige Strich. In meiner braunen Umhängetasche liegt ein Brot. Mit Mozzarella und Tomaten. Daneben eine Flasche Leitungswasser.
Gestern war ich noch am Boden zerstört. Das Leben sei unnötig. Mir sind die Lichtblicke ausgegangen. Natürlich musste ich es ins Internet schreiben. Selbstmitleid. Vielleicht hilft wenigstens das noch. Dann hab ich mich aufs Bett gelegt. Gewartet, dass sich meine Augen mit Wasser füllen. Es langsam über die Wangen rinnt und Flecken auf der Decke hinterlässt. Musik die jegliches Geräusch erstickt. Passend zu meiner Stimmung.
Dann piepste mein Handy. Bin ich im falschen Film? Mir geht es scheiße, ich will alleine sein. Ich will sterben. Alles egal. Ein Ort und ein Name. Alles nur ein Traum. So etwas passiert mir nicht. Das ist doch lächerlich. Da erlaubt sich jemand einen Spaß. Mit meinem Leben. Ich schwanke in die Küche. Grinse das große Messer an, halte meinen Kopf unter den kalten Wasserstrahl. Finde mich am Boden wieder. Sekunden oder Stunden. Es ist mitten in der Nacht. In ein paar Stunden geht die Sonne wieder auf. Duschen.
In meinem Zimmer sehe ich wieder das Handy auf dem Bett liegen. Ich stecke ein paar Sachen in meine Tasche. Mit dem Taxi zum Bahnhof. Der erste Zug fährt erst in einer Stunde. Warten.
Zweifel. Ich erinnere mich an eine Mail von einer guten Freundin. Manchmal muss man Regeln brechen. Das ist die Türe, ich muss sie nur aufstoßen. Egal, was mich dahinter erwartet. Meinen Träumen folgen oder vor den Alpträumen flüchten. Da ist es wieder. Mein Herz beginnt zu rasen.
Der Zug ist beinahe leer. Ein paar Geschäftsleute. Einer maletriert sein Notebook. Die anderen sind in irgendwelche Unterlagen vertieft. Ein junges Pärchen. Mir wird schlecht. Auf dem Weg zur Toilette falle ich. Alles verschwimmt. Der Schaffner hilft mir auf. Ob ich ärztliche Versorgung brauche? Nein, alles in Ordnung. Ich stolpere weiter. Die Toilette. Es stinkt. Mein Übelgefühl verzieht sich. Ein leeres Abteil. Ich lasse mich in den Sitz fallen. Blicke aus dem Fenster. Häuser ziehen vorbei. Die Sonne steht schon auf Halbmast. Felder, Wiesen. Riesige Ebenen. Nicht mein Leben, nicht meine Welt?
Eine junge Dame setzt sich in mein Abteil. Sie sieht angespannt aus. Beobachtet mich aus dem Augenwinkel. Ich versuche mich etwas aufzurichten, bin nur noch halb auf dem Sitz gelegen. Kurz treffen sich unsere Blicke. Dann sieht sie zu Boden. Ich wieder aus dem Fenster. Ein See. Erinnerungen. Noch mehr. Ich schließe die Augen. Müdigkeit überkommt mich.
Ich bin wieder alleine im Abteil. Nur noch ein paar Minuten. Einfach sitzen bleiben. Weiterfahren bis zum Ende. Der Zug steht schon. Ich stehe auf, die Türen sind geschlossen. Notbremse? Ich rüttel an der Türe. Der Schaffner von zuvor. Er spricht etwas in sein Funkgerät. Die Tür öffnet. Ohne etwas zu sagen, steig ich aus. Er sieht mir kurz hinterher, dann fährt der Zug los.
24-Stunden Ticket. Irgendwas. Die Frau am Schalter starrt mich an. Ich lege einen Zehner hin, nehme das Ticket und geh weiter. In den ersten Bus steige ich ein. Zentrum steht oben.
22. März 2008 um 23:47 |
Endlich wieder einmal ein Ansturm von Flow. Ich kann das gar nicht so recht beschreiben. Die Worte sind da, bevor ich sie schreibe, aber nicht länger. Es ist das worum mich manche beneiden.
Meine Gedanken fliegen nicht mehr nur durch den Kopf, sondern direkt in die Finger. Es erinnert an nichts. Es ist einfach da. Bleibt für eine bestimmte Zeit. Meist bis zum Ende des Beitrags, manchmal länger. Dann muss ich noch einen anfangen um nicht durch zu drehen. Wenn die Gedanken erst einmal angefangen haben sich zu drehen, ist es schwierig sie zu kontrollieren, sie wieder runter zu holen von ihrem Trip. Drogen. Mit dem ist es vielleicht vergleichbar. Nur ohne den Nebenwirkungen. Nicht, dass ich viel Erfahrung damit hätte, aber ich muss zugeben, dass man unter Alkoholeinfluss manchmal ein ähnliches Gefühl hat. Jedoch sind die Zeilen, die ich dabei zu Papier bringe, nur bedingt gut.
Mit meinen eigenen Text bin ich sowieso nur selten zufrieden. Beispielsweise dieser hier. Dieser Metadialog oder wie auch immer man es nennen möchte. Er sagt nicht viel aus. Ja, er gibt einen Teil von mir preis. Aber er ist nicht unbedingt schön zu lesen. Er weckt keine Gefühle wach. Nehme ich zumindest einmal an. Er zeugt ein wenig von meiner Unfähigkeit mich derzeit auf eine Geschichte einzulassen.
Geschichten bedeuten für mich meist eine schwere Zeit. Entweder weil ich mich vollends in ihnen verliere, den Alltag vergesse und nicht mehr ganz richtig funktioniere oder weil sie mich einfach hinunterziehen. Die richtig schönen Geschichten, die mich auch selbst wieder auf ein anderes Gefühlsniveau heben, sind selten. Ich weiß nicht warum, aber es fällt mir leichter zu schreiben, wenn es mir schlecht geht, als wenn es mir gut geht. Manchmal schreibe ich auch eine gegenteilige Stimmung. Das verändert manchmal etwas, manchmal nicht. Ich könnte das genauer beobachten, aber es interessiert mich gar nicht.
Füllwörter, die beim normalen Sprechen gar nicht auffallen, stechen mir plötzlich ins Auge. Manchmal frage ich mich, ob meine Sprache durch das Schreiben besser geworden ist. Ich kann es mir vorstellen, aber möglicherweise ist es auch nur eine ganz normale Entwicklung, die sowieso stattgefunden hätte.
22. März 2008 um 00:08 |
Ich lege mich zurück. Die Musik umspielt meine Ohren. Rap. Deutscher Rap. Was ihr wohl denkt. Wo ich euch das letzte Mal mit Eminem versucht habe zu schocken. Das nächste Mal kommt Melodic Metal oder auch Screamo. Das ist nicht Abstand. Es ist Nähe. Ob ihr es auch so empfindet weiß ich nicht. Ich genieße es, Buchstaben fallen zu lassen. Irgendwo im Internet. Natürlich wisst ihr wer ich bin. Und wenn nicht jetzt, dann später. Selbst wenn ihr niemals meinen Namen erfahren würdet, wer ich bin wüsstet ihr. Meine Gefühle, Ängste und Wünsche. Zart verpackt in Worte. Brutal in Form gehämmert. Es gibt immer etwas zu erzählen.
Mein Leben, das Chaos. Geordnet und kontrolliert. Es erscheint mit lächerlich, fantastisch, beneidenswert, fürchterlich, traumhaft. Ich kuschle mich hinein. In dieses Gefüge von Ereignissen. Sie bestimmen mich und ich sie. Ich glaube nicht an Schicksal und Vorbestimmung nur in dem Ausmaß, dass vergangene eigene Handlungen und die von anderen einen Teil unserer Gegenwart bestimmen. Niemals möchte ich sagen, warum gerade mir etwas passiert. Diese Phase habe ich hinter mir. Vielleicht hat dies jeder irgendwann. Bei manchen bleibt sie, bei manchen kommt sie erst spät oder dauert nur Sekunden.
Den Player nochmal zum Start. Wann habe ich wohl das letzte Album gekauft? Ich glaube es war ein Geschenk. Irgendwann im letzten Jahr. Oder noch früher? Nein, letztes Frühjahr. Ein Soundtrack. Erinnerungen. Will ich sie oder nicht? Schön und zerstörerisch. Noch bin ich nicht bereit. In ein paar Tagen, Jahren, nie. Ist auch nicht so wichtig. Bestimmt nur mein Leben. Oder hat es für eine bestimmte Zeit. Jetzt muss ich selbst schauen wie es weitergeht. Ich kann mich nicht um zig andere kümmern. Sie müssen selbst heraus finden was besser ist, was sie brauchen und was nicht. Ich traue ihnen vieles zu.
Meine Ziele sind hoch, meine Träume etwas darunter. Ich will Menschen treffen. Ich will lernen. Ich will leben. Ich will. Doch darum geht es. Nicht. Oder doch? Keine weiter Grundsatzdiskussion. Nicht heute. Ich weiß doch, dass ich zu keinem Ende komme. Jeder ist seines Glückes Schmied ist falsch. Der Sinn des Lebens ist deinem Leben einen Sinn zu geben, hat sich vermutlich jemand auf dem Klo ausgedacht. Klar klingt es nett, aber es beantwortet rein gar nichts. Gleich wie bei den meisten dieser Weisheiten. Sonst wären sie wohl keine. Sie müssen allgemeingültig bleiben. Das ist zugleich ihr Todesurteil. Ratgeber geben keinen Rat, lediglich Hinweise. Du musst dein Leben selbst in den Griff bekommen. Komme mir vor wie in einer Schleife. Das Leben. Vielleicht. Nein.
Die nächsten Wochen werden mich näher bringen. Über das Ziel hinausschießen. Das muss ich wollen. Das will ich. Jetzt fehlt nur noch das Jetzt. Die Energie aus der Zukunft herüberbringen. Ein Unterfangen das im Kopf stattfindet, wie so vieles anderes auch. Es sind nur noch Sekunden, die ich überwinden muss. Wenn ich drinnen bin, funktioniert es. Dann bleibe ich dran. Manchmal werde ich heraus gerissen, aber wieder rein zu kommen ist einfacher, als neu anzufangen.
Ungefiltert. Das ist der richtige Ausdruck. Bald habe ich am Ende jeden Beitrags das Verlangen euch zu danken. Einfach weil ihr da seid.
19. März 2008 um 21:02 |
Tränen laufen über mein Gesicht.
Eine neue Nacht, ein neuer Untergang. Was sein hätte können. Scheiß Gedanken. Es ist nicht. Es hat nicht sein sollen. Was auch immer. Das Leben ist schön. Nicht für mich. Ich klammere mich an alle Träume. Längst vergangen. Loslassen. Das kann ich nicht. Ich stolpere über meine eigene Unfähigkeit.
Ein Scheinwerfer erfasst mich, blendet, macht mich blind. Dann wieder Schwärze. Einsamkeit. Ich habe mich entschlossen zu gehen. Von der Party. Meine Füße fühlen sich leicht an. Ich gehe schneller. Neben mir die Straße. Nass vom Regen. Ich weiß nicht wo ich bin. Will es nicht wissen. Nur weg.
Sie war nicht einmal hier. Sie war nicht einmal hier. Kein Versprechen. Stumme Vereinbarung. Einseitig? Mein Fehler. In mich selbst gekehrt. Zerstört. Wäre es wieder früher. Man kann die Zeit nicht zurück drehen. Ich will nicht gehen. Aus dem Leben. Das haben sie nicht verdient. Nicht so plötzlich. Nicht bewusst. Oder doch?
Meine Schritte werden schneller. Das Wasser spritzt. Ich will mich fallen lassen. Mein Körper gehorcht mir nicht mehr. Es ist eine andere Welt. Nicht die meine. Wie bin ich hier hergekommen. Meine Füße sind nass. Es ist mir egal. Alles egal. Mit jeden Schritt pralle ich auf. Da vorne steht etwas.
Noch zwanzig Kilometer. Was habe ich mir dabei gedacht. Nicht gedacht. Mir fehlt jegliche Rationalität. Sie fehlt mir. Die Gedanken. Gegangen. Aus meinem Leben. Verschwunden ohne sich zu verabschieden. Einen Haufen Bruchstücke hinter sich gelassen. Mittendrin. Kein Recht auf gar nichts. Mein Fehler. Meine Schuld.
Verdrängen. Verarbeiten. Irgendetwas. Nein, ich laufe weg. Laufe mit. Kann nicht. Ein Auto, quietschende Reifen. Kälte. Auf der Straße ein roter Fleck. Der leblose Körper auf der Gegenfahrbahn. Ich ignoriere. Renne.
Kein Gesicht. Nichts. Meine Erinnerung ist ausgelöscht. Kein Platz für neues. Ein großer weißer Fleck. Mitten in mir. Ich verbrenne mich. Verschwommen. Kälte. Glühende Kälte.
Noch neunzehn Kilometer. Der Straßengraben lacht mich an. Ich lache zurück. Schreie. Meine Beine mit mir. Wohin sie mich tragen? Mein Ziel? Ich habe keines. Nicht mehr. Einschlafen. Irgendwo. Der Regen soll mich wegspülen. Keine Kontrolle. Wahnsinn.
Kurz komme ich zurück. Stelle mir weiße Westen vor. Die Ärmel nach hinten verknotet. Man müsste mich erst einmal erwischen. Nicht einfach. Wenn die Jagd beginnt, lasse ich mich schließlich fallen. Kein Gedanke mehr an die anderen, an das danach. Wer es war? Wer mich gemeldet hat? Ein kleiner Besuch. Mitten in der Nacht. Schock. Teuflisches Lachen. Ein wenig Zerstörung. Verschunden bevor es vorbei ist.
Der Fußweg ist zu Ende. Straße oder Feld. Quer drüber. Die Schilder sind egal. Mein Kopf hat eine Richtung. Die Augen schließen. Blind weiter.
19. März 2008 um 13:41 |
Ich bin verletzlich. Sehr sogar. Doch man merkt es nicht, wenn man einen Treffer landet. Ich breche nicht in Tränen aus und renne aus dem Zimmer. Vielleicht werde ich ruhiger, vielleicht nicht einmal das.
Eine Mauer, die mich schützen soll. Sie umgibt mich und wird nach jedem Angriff verstärkt. Sie ist nicht so massiv, wie man es erwarten würde. Es gibt Löcher, durch die man hineinblicken kann. Sogar Türen, die ich manchmal einen Spalt öffne, um sie meist sogleich wieder zuzuschlagen.
Gerne würde ich jemanden einladen, herumführen und dann gemeinsam einen Tee trinken. Doch ich schaffe es nicht. Zu hoch die Sicherheitsbestimmungen. Ständige Enttäuschungen. Von anderen, von mir selbst. Es sollte mir egal sein. Ich habe kein Recht auf eine andere Behandlung. Die Angst basiert auf dem Wertesystem unserer Welt. Dinge, die man nicht preis gibt, die man nicht macht, nicht einmal denkt. Doch es tun alle. Zumindest denken sie es. Ein Skandal, wenn es bekannt wird. Aufgesetztes entsetzen.
Es gibt noch andere Dinge. Persönliches. Man will nicht, dass es die Runde macht. Auch nicht bei den besten Freunden, der Person, der man Einblick gewährt. Es zerstört das Bild, das man erzeugt hat. Lässt den Schutz bröckeln. Man gibt den Schlüssel nicht so einfach aus der Hand. Doch jeder Mensch, der einmal da war, kann wiederkommen. Das Sicherheitssystem erkennt ihn nicht. Wahrscheinlich sieht er nur die alte Version des Inneren, doch er kann jeden mitnehmen.
Totale Ehrlichkeit ist eine Lüge. Es funktioniert einfach nicht. Die Welt lässt es nicht zu und ich will es auch nicht. Ich muss mich nicht jeden öffnen. Ich genieße es Bilder von mir in die Köpfe von ihnen zu zaubern. Es wird immer leichter, je öfter man es macht. Ich habe verschieden Vorlagen kreiert, die ich individuell anpassen kann. Je nachdem wozu ich Lust habe oder was ich brauche. Das Grundgerüst ist Wahrheit, doch die Verzierungen austauschbar wie Handyschalen.
07. März 2008 um 02:23 |
Du kennst mich nicht und das ist gut so. Ich will dich nicht verletzen. Es ist schon viel zu viel passiert, als dass du auch noch das ertragen müsstest. Du hast ein Bild von mir. Du hast es dir selbst gemacht. Ich will es aufrecht halten. Für dich.
Zu einer Zeit, als wir uns noch nicht kannten, hast du doch leer gefühlt. Diese Leere konnte ich füllen. Für eine Kurze Zeit. Dann kam sie zurück. Ich bin nicht der, für den du mich hältst und ich kann nicht immer für dich da sein. Ich weiß was du brauchst und ich weiß, dass ich dir das nicht geben kann. Ich bin stark genug, aber nicht in der Lage es mir selbst einzugestehen. Ich will mich nicht für dich aufopfern. Das Leben ist nicht immer leicht. Ich kann helfen, aber ich will nicht mehr. Wunden versorgen, Wunderheiler sein.
Es tut mir Leid.
Bevor du aufgibst, melde dich. Doch bis dahin musst du selbst schauen, wie du weiter kommst. Ich gehe. Noch heute Nacht. Kein Abschied. Das würde dir nicht gut tun. Du könntest die Wahrheit nicht ertragen. Doch meine Nummer liegt auf deinem Tisch. Du weißt wie du mich erreichst. Ich werde da sein. Aber teste mich nicht. Dafür habe ich keine Zeit.
Als wir uns kennen lernten, warst du eine gebrochene Feder. Nicht mehr. So zart. So hilflos. Ich konnte dich nicht liegen lassen. In dieser Nacht, wo niemand mehr klar denken konnte. Vollkommen vernebelt und den Kopf ertränkt. Auf dem Weg hinaus. Da warst du. Alleine. Unbeachtet. Ein paar Schritte weiter der Abgrund.
Schau dich an. Du kannst stehen. Breite die Flügel aus und flieg. Ich werde dich fangen, wenn du stürzt. Kurz vor dem Aufprall. Nicht früher.
Ich will wieder leben. Für mich leben. Genießen. All die Schönheit. Die wunderbaren Momente. Du ziehst mich hinunter. Ich kann nicht mehr an Höhe gewinnen, doch genau das ist es was ich jetzt brauche. Höhenluft. Der Blick in die Ferne. Ich will über die Wolken. Ich will die Sonne spüren und einfach sein.
Dazwischen das Licht. Es verbindet uns.
Trau dich.